Woher kommen die Einfälle?

"Ich war wohl selbst ein Bullerbü-Kind, das kann man nicht anders sagen. Natürlich nicht ganz und gar, wie es in den Büchern steht - Schriftsteller lügen natürlich auch ein bisschen, sonst würde es ja nicht gehen - ,aber ... wir waren eine Gruppe von Kindern, die haben gespielt und gespielt ...

   Das Haus selbst war rot gestrichen, drum herum standen Apfelbäume. Dieses Haus war hundert Jahre alt, es müssen also viele Kinder dort gewohnt haben, ehe wir dort wohnten und spielten. Oh, wie wir gespielt haben!
   Eins kann ich sagen, es hat wahnsinnigen Spaß gemacht auf dem Hof zu wohnen. Es gab so viele Tiere und viele nette Menschen, mit denen man reden konnte. So viele Mägde und Knechte und Häusler. Und dann gab es so viele Plätze, wo man spielen konnte, in der Scheune und im Stall und im Schafstall und im Tischlerschuppen und in dem Sägespänehaufen bei der Sägemühle. Im Sägespänehaufen haben wir viele Gänge und Höhlen gebaut, das war ein richtiges unterirdisches System. Vieles in Bullerbü entspricht also der Wirklichkeit. Ich bin auf Pferden geritten und auf Dächer und Bäume geklettert, wir sind geklettert, dass es ein Wunder ist, dass wir nicht dabei umgekommen sind, denn wir haben ein lebensgefährliches Leben geführt, ohne uns dessen bewusst zu sein. Im großen Ganzen gesehen wie die Kinder in den Bullerbü-Büchern."

Zusammengestellt aus "Solkatten hyss och påhitt"
Und RR Astrid Lindgren erzählt


"Als ich die Bücher über Bullerbü schrieb, hab ich die Umgebung von hier genommen (Sevedstorp), aber was in den Büchern passierte, das haben wir in Näs gemacht. Meine Tante, die 105 Jahre alt war, als sie erfuhr, dass es einen Film über Sevedstorp geben sollte, sagte: ‚Aber dann will ich mitmachen.' ‚Wie denn', fragte ich, ‚was willst du denn für eine Rolle spielen, möchtest du die Urgroßmutter spielen?'
'Nein, ich möchte ein kleines Mädchen in Sevedstorp sein', sagte sie. Das finde ich richtig nett, zeigt es doch, dass alte Menschen innerlich wie Kinder fühlen, wenn sie erst richtig alt sind."

Astrid Lindgren erzählt in "Astrid Lindgrens Småland", SF

 

Olle och Kerstin
Illustrationen: Ilon Wikland


Großvater im ersten Stock

"Ja, ich hatte einen Großvater, der wohnte eine Treppe rauf, wie in Bullerbü, man ging zu ihm und bekam ein Stückchen Zucker, zum Ruin der Zähne. Und wenn er keinen Zucker dahatte, bekam man ein Bibeltraktat, das fand man zwar nicht so gut, dadrin waren ja keine Bilder und nichts. Aber man sah es doch als ein Geschenk an und das war etwas, worüber man sich irgendwie freute."

RR Astrid Lindgren erzählt


Genau wie Lisa in Bullerbü bekam Astrid ein eigenes Lamm


"Pelle hab ich ganz allein aufgezogen. Ich hab wohl in einem meiner Bücher darüber geschrieben und genau diese Episode benutzt. Es war ein kleines Lamm, das also keine Mama hatte, und da hat mein Papa gesagt, es muss geschlachtet werden, denn es würde nicht überleben.

Und da hab ich gesagt, es könnte doch leben, wir sollten versuchen es aufzuziehen, und dann hab ich es mit der Flasche großgezogen, genau wie ein kleines Kind. Und das bedeutete, dass man morgens, mittags und abends in den Schafstall rennen musste. Aber das tat man sehr gern, verstehst du, dieses Lamm wurde so zahm, dass es kam, wenn ich es nur rief."

RR Astrid Lindgren erzählt


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