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Jetzt will ich von meinem Bruder erzählen. Von ihm, Jonathan Löwenherz,
will ich erzählen. Es ist fast wie ein Märchen, finde ich,
und ein klein wenig auch wie eine Gespenstergeschichte und doch ist
alles wahr. Aber das weiß keiner außer mir und Jonathan.
Er sah wirklich wie ein Märchenprinz aus. Sein Haar glänzte
wie Gold und er hatte schöne dunkelblaue Augen, die richtig leuchteten,
und schöne weiße Zähne und ganz gerade Beine.
Anfangs hieß Jonathan nicht Löwenherz. Er hieß mit
Nachnamen Löwe, genau wie Mama Sigrid und ich, Karl, und Papa Axel.
Aber der ging weg von uns und fuhr zur See, als ich zwei Jahre alt war,
und seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört.
Jonathan
hat mir von Nangijala erzählt, dem Land, in das man kommt, wenn
man stirbt. Es liegt irgendwo hinter den Sternen. "Dort ist noch
die Zeit der Lagerfeuer und der Sagen, und das wird dir gefallen."
Von dort, aus Nangijala, stammten alle Märchen und Sagen, sagte
Jonathan, denn gerade dort passiere ja all so was. Wenn man dort hinkomme,
erlebe man von früh bis spät und sogar nachts Abenteuer.
"Das ist was, Krümel!", sagte er. "Das ist was anderes
als im Bett liegen und husten und krank sein und nie spielen können."
Jonathan nannte mich Krümel. Das hatte er schon getan, als ich
noch klein war, und als ich ihn einmal fragte, warum er mich so nannte,
sagte er, weil er Kuchenkrümel sehr gern möge, besonders solche
Krümel wie mich. Ja, Jonathan hatte mich gern und das war merkwürdig.
Aber an dem Abend, als ich mich so vor dem Sterben fürchtete, sagte
er mir, dass ich in Nangijala sofort gesund und stark und sogar hübsch
sein würde.

In Nangijala haben Jonathan und ich uns wiedergesehen, dort wurden wir
die Brüder Löwenherz. Zusammen haben wir ein richtiges Abenteuer
erlebt..
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