Anmerkung der Redaktion: Sämtliche Erscheinungsdaten der Buchtitel beziehen sich auf die schwedischen Orginalausgaben.
1907

Am 14. November wird Astrid Anna Emilia Ericsson auf dem Hof Näs in der Nähe von Vimmerby, Småland, geboren. Sie ist das zweite Kind von Samuel August Ericsson und seiner Frau Hanna, geborene Jonsson.

Die Kindheit war erfüllt von Geborgenheit und Liebe. Die gegenseitige Liebe der Eltern währte ein Leben lang. Astrids Vater verliebte sich als Dreizehnjähriger, als er Hanna in Hult, die damals erst neun Jahre alt war zum ersten Mal begegnete.

17 Jahre später heirateten sie. Samuel August war inzwischen Bauer und Hanna wurde Bauersfrau, obwohl sie gern Lehrerin geworden wäre.

Am 27. Juli 1906, ein Jahr nach ihrer Hochzeit, bekamen sie ihr erstes Kind, Gunnar, und 1907 wurde die erste Tochter geboren, Astrid.

 

 
1911

Am 1. März bekommt Astrid eine kleine Schwester, Samuel Augusts und Hannes drittes Kind, Stina.

Astrid bekommt ihr erstes Buch, Schneewittchen, Weihnachtskalender für Kinder.

"Als ich Kind war, gab es selten Bücher, man bekam ungefähr eins im Jahr. Und das erste Buch, das ich bekam, hieß ‚Schneewittchen, Weihnachtskalender für Kinder 1911'. Auf dem Umschlag war das kleine Schneewittchen von Jenny Nyström mit schwarzem langem Haar und einer kleinen roten Mütze. Ich fand sie einfach wunderschön. Und wenn man das Buch dann aufschlug, fand man wunderbare Geschichten darin, so kam es mir jedenfalls vor. Ich besaß dieses Buch und schließlich konnte ich es auswendig."

 

 
1914

Am 7. August wird Astrid in Vimmerby eingeschult.
Lies nach, was Astrid selbst von ihrem ersten Schultag erzählt.

 

 

 
1915

Die ganze Großfamilie, versammelt an einem Sommertag: der Bauer und die Hausfrau, zwei Mägde und eine alte Frau, die auf dem Hof half, Vorarbeiter Pelle, ein Cousin von Samuel August, der als 14-jähriger nach Näs kam und von Samuel Augusts Mutter aufgenommen wurde. Hier gibt es auch den "Kuhknecht" und eins seiner Kinder sowie Knechte und Häusler. Und drei der Kinder Ericsson - Gunnar, Astrid und Stina. Ingegerd war noch nicht geboren.

 

 
1920

Plötzlich, eines Tages, zu groß zum Spielen

"Ich weiß noch, wie schrecklich es war, festzustellen, dass man nicht mehr spielen konnte. Daran kann ich mich ganz deutlich erinnern. Immer, wenn die Enkelin des Pfarrers in den Ferien nach Näs kam, spielten wir mit ihr. Aber als sie eines schönen Tages im Sommer ankam und wir wie immer anfangen wollten zu spielen, stellten wir plötzlich fest, dass wir nicht mehr spielen konnten. Es ging einfach nicht. Wir kamen uns albern vor und waren gleichzeitig auch traurig, denn was sollten wir jetzt tun, nachdem wir nicht mehr spielen konnten? Damals waren wir wohl zwölf oder dreizehn, und damit war die Kindheit zu Ende."

Aus: "Astrid Lindgren - Ein Lebensbild"
von Margareta Strömstedt

 

 
 



Astrid als Konfirmandin

 

 
1923

Astrid geht mit guten Zeugnissen von der Realschule ab. In Schwedisch war sie am besten. Aus dem Aufsatz zum Abschluss der Realschule:

"Eine Sache, für die die Nonnen viel Zeit aufbrachten, das war die Handarbeit. Sie bestickten kunstvolle Altardecken, klöppelten Spitzen, nähten Kleider und vieles andere. Sie waren unglaublich geschickt, und ich glaube, wenn die Nonnen hätten heiraten dürfen, was nicht der Fall war, dann hätten sie eine wundervolle Aussteuer bekommen."

Aus: "Astrid Lindgren - Ein Lebensbild"
von Margareta Strömstedt

Astrid tanzte gern - Volkstanz und war ganz besonders nach Jazz verrückt. mehr