1924 Astrid wird bei der Vimmerby Tidning (Zeitung) angestellt, sie liest Korrektur und schreibt auch kleine lokale Reportagen über Feiertage und Einweihungen.

 

 
1926

Astrid zieht nach Stockholm und lernt in der Sekretärinnenschule Bar-Lock Stenografie und Maschineschreiben.

Am 4. Dezember bringt sie ihr erstes Kind zur Welt, Sohn Lars. Solange sie noch lernt, kann sie sich nicht um ihn kümmern. Bis auf weiteres wohnt er bei einer Pflegefamilie in Kopenhagen. Sooft Astrid kann, fährt sie nach Dänemark und besucht Lars, während sie darauf wartet, dass sich ihre Situation so weit regelt, dass sie ihn zu sich holen kann.

 

 
1928

Astrid Ericsson wird als Sekretärin beim Königlichen Automobilclub angestellt. Der Bürovorsteher heißt Sture Lindgren.

 

 
1930

Lasses Pflegemutter wird krank und Astrid fährt nach Kopenhagen, um ihren Sohn nach Hause zu holen. In der ersten Zeit kümmert sich ihre Zimmerwirtin in Stockholm um ihn. Im Mai nimmt Astrid Urlaub und fährt mit Lasse nach Näs. Dort bleibt er ein Jahr, während Astrid weiter beim Königlichen Automobilclub in Stockholm arbeitet.

Astrid wird an ihrem Arbeitsplatz sehr geschätzt, nicht zuletzt vom Bürovorsteher Sture Lindgren.

 

 
1931

Astrid Ericsson heiratet im Frühling Sture Lindgren. Sie ziehen in eine Zweizimmer-Wohnung in der Vulcanusgatan und Astrid wird Hausfrau. Sie holt Lasse zu sich und genießt es, Mutter zu sein.

"Sie war keine dieser Mütter, die still auf einer Parkbank sitzen und ihren spielenden Kindern zuschauen. Sie wollte selbst spielen, und ich habe den Verdacht, dass ihr das mindestens so viel Spaß machte wie mir!"

Lars Lindgren in einem Interview.

 

 
1933

Astrids Bruder Gunnar empfiehlt seine Schwester Redakteur Danberg bei einer Zeitung für die Landwirtschaft. In den folgenden Jahren veröffentlicht Astrid in dieser Zeitung und in Stockholms Tidningen einige Weihnachtsgeschichten.

 

 
1934

Am 21. Mai wird Astrids zweites Kind geboren, Tochter Karin.

 

 
1935

Astrid als Mama:

"Als ich die Kinder bekam, merkte ich ja, wie viel Spielfreude immer noch in mir war. Und das ist genau das, was man in den traurigen Zeiten seiner Jugend wissen muss: Es wird wieder schön. Oh, wie haben wir gespielt! Wir gingen zum Karlapark. Dort gab es herrliche Kletterbäume, und wir kletterten und kletterten."

 
 

"Als wir einmal den Abhang zum Karlakanal runtergerutscht sind, hab ich mir hinten das ganze Kleid aufgerissen. Ich erinnere mich, dass Lasse sich auf dem Weg nach Hause vor Lachen bog. Und dass er ganz dicht hinter mir gehen musste, damit der Riss nicht zusehen war."

Aus: "Besuch bei Astrid Lindgren" von Kerstin Ljunggren

 

 
1939

Lars muss in der Schule einen Vortrag über die Revolte der Jugend halten. Er ist erst 13 Jahre alt und seine Mama hilft ihm beim Schreiben. Später schickt Astrid den Vortrag an die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter. Dort wird er am 7. Dezember als Leserbrief unter der Rubrik "Die aktuelle Debatte" veröffentlicht.
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Astrid arbeitet nebenher als Stenotypistin bei Harry Söderman, Dozent für Kriminologie, an seinem Kompendiumüber Kriminaltechnik.