Drei kleine Schweinchen im Apfelgarten

 

Dieses seltene Buch gehört seit Weihnachten 2010 zu meiner Sammlung. Astrid Lindgren hat es 1972 zum 65. Geburtstag des deutschen Verlegers Friedrich Oetinger geschrieben.

 

Fiete                   Heiko                      Atti

Es wurde in einer Auflage von 65 nummerierten Exemplaren auf der Berliner Handpresse in der Garamond-Antiqua der Schriftgießerei Stempel Frankfurt am Main gedruckt. Die 8 fünffarbigen Original-Linolschnitte sind von Ingrid Jörg.

Dieses Buch habe ich von einer Dame, die es von ihrem Großvater, Herrn Gustav Schmidt-Küster geerbt hat. Er hat lange Jahre den Fackelträgerverlag in Hannover (zeitweise Fackelträgerverlag Schmidt-Küster GmbH) geleitet. Darüber ergab sich der Kontakt zu Friedrich Oetinger, mit dem er viele Jahre bekannt/befreundet war. Sie nimmt an, dass Friedrich Oetinger ihrem Großvater dieses Exemplar - vielleicht auch zu einem Geburtstag - geschenkt hat.  

 

 

Kindertag in Stockholm

 Zum Kindertag in Stockholm (in Humlegården) 1949, illustrierte Ingrid Vang Nyman drei Bus-Plakate.

 

Zwei davon kann ich hier vorstellen, leider fehlt mir das Dritte mit dem Titel: BÄR BARNENS DAGS BLOMMA.

 

Werbeposter zum Kindertag in Stockholm (in Humlegården) 1949, illustriert von Ingrid Vang Nyman.

 

Auch diese Postkarte ist vom Kindertag in Stockholm 1949. Auf der Rückseite ist ein Foto aus dem Pippi-Film von 1949 mit Viveca Serlachius als Pippi Langstrumpf zu sehen.

 

 

Vimmerby im Pferdezeitalter

Wie mag es in Vimmerby ausgesehen haben zu der Zeit, als Astrid ein Kind war? In verschiedenen Internetauktionshäusern und Antiquariaten habe ich einige alte Postkarten aus dieser Zeit gefunden.

 

Wie die Postkarte aus dem Jahr 1905, geschrieben von dem Pastor oder seiner Frau vom Prästgården in Näs. Man stelle sich nur vor, während sie schrieben, wartete vielleicht draußen Samuel August darauf, den Pastor zu einem Gottesdienst zu fahren.

 

Pippi feiert Weihnachten

 

Als Beilage einer schwedischen Weihnachtszeitschrift für Kinder erschien 1949 eine Pippi-Langstrumpf-Ausschneidepuppe. Auf der Rücksseite ist die kleine Geschichte "Pippi firar jul" (Pippi feiert Weihnachten).

Lange Zeit dachte niemand mehr an diese Geschichte, bis sie 2002 von der Bibliothekarin Lena Törnqvist wiederentdeckt wurde. Beinahe zur gleichen Zeit fand ich meine Pippi-Ausschneidepuppe in einem schwedischen Auktionshaus. Leider hat der kleine Leser sie ausgeschnitten.....

 

 

 

 

Pippi delar ut solkulor

Einige von den "älteren Kindern" können sich vielleicht noch daran erinnern, wie grauselig Lebertransaft geschmeckt hat.

 

Von den Kindern gehasst, bei den Müttern beliebt.

Die schwedische Firma Ferrosan hatte 1949 eine Idee. Statt des verhassten Lebertransaft, boten sie Lebertran in Pillenform an.

 

Und Astrid Lindgren schrieb eine kleine Geschichte dazu.

In dieser Geschichte haben Tommy und Annika einfach keine Lust etwas zu spielen. Auch die anderen Kinder in der kleinen Stadt sind blass und matt. Pippi geht mit ihren beiden Freunden zum Doktor und der verschreibt ihnen "Sonnenkugeln". Er erklärt den Kindern, dass viele Vitamine darin sind und sie bald wieder rote Bäckchen haben werden, wenn sie nur davon schlucken. Pippi hilft dem Doktor und verteilt die Lebertranpillen an alle Kinder in der kleinen Stadt und selbstverständlich sind nach kurzer Zeit alle wieder frisch und munter.........

 

Ganz besonders sind in diesem Heftchen die wunderbaren Zeichnungen von Ingrid Vang Nyman.

  

Ein Vorschlag zur Dekoration im Schaufenster. 

 

Der Aufsteller, der auf den Verkaufstresen gestellt wurde und eine Schachtel mit Lebertranpillen von 1949.

 

Hier ein selbstklebendes Plakat zur Werbung am Schaufenster.

 

Diese gesamte Mappe zu bekommen war ein großer Glücksfall. Sie beinhaltet sogar das Anschreiben an den Apotheker und ist vermutlich einmal ungelesen zur Seite gelegt worden.

 

 

Ich baue mir eine Pippi Langstrumpf

In einer Online-Auktion konnte ich diese lustige Bauanleitung ersteigern.

 

Hier kann man sich aus Pappe eine Pippi Langstrumpf bauen.

 

 

Original Zeichnungen

Ein ganz großes Bedürfnis war es mir eines Tages dem lieben Rolf Rettich zu schreiben, wie ganz besonders gern ich seine Pippi hatte und wie schön bunt er meine Kinderwelt mit seinen Illustrationen angemalt hat. Kurze Zeit später flatterte ein lustig bemalter Briefumschlag in meinen Briefkasten, und darin steckten ein sehr lieber Brief und eine original Illustration aus dem Buch: Pippi plündert den Weihnachtsbaum.

Meinen Jubel konnte man im ganzen Haus hören (ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, fragen Sie die Nachbarn).

   

Links: die Illustration von Rolf Rettich, rechts: der Briefumschlag, der natürlich auch fein gerahmt im Wohnzimmer über meiner Büchersammlung hängt.

Bald darauf gesellte sich noch ein Michel aus Lönneberga dazu. Diese Illustration ist hinten auf dem Buchumschlag der Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes.

 

Eines meiner liebsten Bilderbücher von Astrid Lindgren ist "Allerliebste Schwester" mit den Illustrationen von Hans Arnold.

Nachdem ich ihm einen "Bettelbrief" nach Schweden schickte, bekam ich auch hier eine sehr freundliche Antwort. Und eine Zeichnung.

Wie lieb doch diese "Lindgren-Illustratoren" sind. Von hier noch einmal ein dickes "Dankeschön"!

 

Als das Bilderbuch "Kindertag in Bullerbü" mit den Illustationen von Katrin Engelking neu aufgelegt wurde, war ich sehr neugierig.

Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass mir dieses Buch einmal anders illustriert gefallen könnte. Bullerbü beinhaltete einfach auch immer die wunderbaren Illustrationen von Ilon Wikland.

Doch Katrin Engelking hat es ebenso geschafft die "Lindgrensche Idylle" einzufangen und modern, sehr lebendig und mit liebevollen Details darzustellen.

 

In einem schwedischen Auktionshaus konnte ich diese lustige Zeichnung ersteigern.

Die Künstlerin ist Victoria Johansson aus Lidköping. 

 

 Von Astrid Lindgren signiert

In "Bonniers Litterrera Magasin Nr. 1" von 1958 ist "Sunnanäng" das erste Mal erschienen. Dieses "Autorenexemplar" ist aus dem Besitz von Stina Hergin (Astrids Schwester) und von Astrid Lindgren signiert.  

 

Sie haben so eine hübsche Bluse.....

  

1977, während eines Besuches im Verlag Friedrich Oetinger, lobte Astrid Lindgren ganz ausgiebig die Bluse meiner lieben "Bonnie". Sie war zu dieser Zeit Lektorin im Verlag. "Sie haben so eine hübsche Bluse an" sagte Astrid Lindgren damals.

Einige Tage später ging ein Päckchen mit einer frisch gestärkten Bluse auf die Reise nach Stockholm. Astrid Lindgren bedankte sich für das "christliche Geschenk" mit einer lieben Postkarte.

"... hier sitze ich in Ihrer schönen Bluse! Sie sind wirklich sehr christlich, Sie geben Ihre eigenen Kleider weg...." schreibt sie darin. Und diese Postkarte bekam ich nun von meiner "Bonnie" geschenkt.

Ein kostbarer Besitz, ganz besonders wegen der dazugehörigen Geschichte!

 

Schwedisches Zitat aus "Pippi Langstrumpf"

".... Ist dies hier das Mädchen, dass in die Villa Kunterbunt eingezogen ist", fragt einer der Polizisten. "Im Gegenteil", sagt Pippi. "Dies hier ist eine sehr kleine Tante, die in einem Haus im dritten Stock auf der anderen Seite der Stadt wohnt."

 

Astrid Lindgren als Trostspenderin.....

Immer wieder kann man lesen, dass Astrid Lindgren sich ihren Lesern und Fans sehr angenommen hat. Oft bekam sie Briefe, in denen die Menschen sich ihr anvertraut haben.

Und sicher hat manches Schicksal sie sehr berührt.

In diesem Antwortbrief kann man ihren Schmerz und das Mitgefühl für den Menschen, der sich ihr anvertraute, beinahe körperlich spüren.

 

.... machmal brauchte sie selber Trost

 

Zum Beispiel wenn es mit den  Journalisten und Interviews einfach kein Ende nehmen wollte.

....... weitere Anfragen zu Interviews, arme Astrid.

 

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

 

Signierte Menükarte zum Empfang zu Ehren der Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels am 22. Oktober 1978.